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Die Frings-Demontage geht weiter

Freitag, November 14th, 2008

Der Rauch der Rebellion ist gerade erst verzogen – doch als Joachim Löw gestern seinen Kader für das Länderspiel gegen England nominierte und ihn geradezu staatstragend per DFB-Videobotschaft im Internet begründete, tat er das wenig diplomatisch. Denn indirekt begründete der Bundestrainer den Verzicht auf Torsten Frings mit fehlender Form des Werderaners. Dabei hatte der am Mittag in Bremen noch ganz andere Gründe genannt.

Eigentlich war die ausbleibende Berufung für das England-Länderspiel am kommenden Mittwoch in Berlin keine Überraschung. Denn sie war abgesprochen zwischen dem Spieler Frings und dem Trainer Löw. Die beiden hatten sich zuletzt vor gut einer Woche nicht nur in Berlin getroffen und ihren Streit beigelegt, sondern später auch noch einmal telefoniert. Dabei ging es um das Test-Länderspiel, dem Spiel eins nach der Meuterei des Duos Frings/Ballack gegen Löw.

“Ich glaube”, sagte Frings gestern, “dass es wegen des Theaters besser ist für die Nationalmannschaft, wenn ich nicht da bin.” Bloß keine Blöße geben nach dem Friedensschluss, weil das sofort medial aufgegriffen würde. “Jede Gelegenheit, Mist zu schreiben, wird ausgenutzt”, betrieb der 32-Jährige gleich mal kritische Medienanalyse: “Da muss ich nur mal blöd zu Jogi gucken.”

Es gibt allerdings auch sportliche Gründe für die Nicht-Nominierung. So wolle Löw, erklärte Frings, einiges ausprobieren gegen England. Also verzichtete der Bremer auf die Partie: “Mich muss er nicht mehr ausprobieren, was soll er mich da auf die Bank setzen?” Vor allem aber muss Frings? Verzicht auf den Fußball-Klassiker zwischen Deutschland und England eines gewesen sein, glaubt man dem Werderaner: “Das war ja meine Entscheidung.” Das betonte Frings gleich mehrfach am gestrigen Mittag.

Joachim Löw klang ein paar Stunden später, am gestrigen Abend, nicht nur um Nuancen anders. Erster Widerspruch zu Frings: die Entscheidung über den Verzicht an sich. “Ich habe ihm gesagt, dass ich für dieses Spiel ohne ihn plane”, übermittelte der DFB-Trainer via Video seine Version. Zweitens: die Begründung. “Mit Vorbereitung und guter Form wird er wieder Bestandteil der Nationalmannschaft sein.” Was – im vereinfachten Umkehrschluss – bedeutet: Zurzeit hat Frings eine schlechte Form. Löw wartete vor der DFB-Kamera gar mit einer Bestätigung des Werderaners auf: “Er hat gesagt: ,Okay, ich muss noch einiges aufholen?.”

Man darf bezweifeln, dass Löw seine Aussagen vollkommen unüberlegt getroffen hat. Anzunehmen ist auch, dass Bundestrainer und Nationalspieler zuvor eine gemeinsame Sprachregelung gefunden hatten, wie sie Medienanfragen zur Nicht-Nominierung begegnen würden. Torsten Frings gab sich gestern auf dem Weg zum Parkplatz am Weserstadion jedenfalls kreuzbrav, auch wenn unter dem gelöschten Feuer die Glut noch immer glimmen mag. Joachim Löw hat gestern Öl darauf gegossen.

Zur Brandbekämpfung können sich beide übrigens wieder in Berlin treffen, wie am Dienstag vergangener Woche. Denn Frings wird auch ohne Berufung zur Nationalmannschaft fahren – dank der berufenen Rolle, die er im DFB-Team bekleidet. Frings ist Mitglied im Mannschaftsrat, der am Montagabend in Berlin über die Prämien für die WM-Qualifikation verhandelt. Zurückkommen nach Bremen will er am Dienstag, da bliebe noch ein wenig Zeit für Joachim Löw.

Frings – Gegen England nicht im DFB Kader

Donnerstag, November 13th, 2008

Torsten Frings wird nach eigener Aussage nicht zum Aufgebot der deutschen Fußball-Nationalmannschaft für das letzte Länderspiel des Jahres am kommenden Mittwoch gegen England gehören.

„Wir sind überein gekommen, dass ich nicht dabei bin“,

berichtete der Bremer Profi in einem Interview mit dem „kicker“ von einer Vereinbarung mit Bundestrainer Joachim Löw.

Der 31-Jährige war zuletzt zweimal nicht in der Stammformation berücksichtigt worden. Nach seiner darauffolgenden Kritik an Löw hatte der Bundestrainer den Mittelfeldspieler wie den ebenfalls kritischen Kapitän Michael Ballack in einem Vier-Augen-Gespräch zur Räson gerufen.

„Frings’ Rücktritt wäre schlimm“ M.Ballack im FAZ Interview

Dienstag, Oktober 21st, 2008

Michael Ballack, wundert sich, wie der von Bundestrainer Joachim Löw geschürte Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft geführt wird. Ballack empfindet es als Frechheit, wie manche Stammkräfte im Team diskreditiert werden und vermisst Respekt und Loyalität.

Auszüge aus dem Interview (hauptsächlich Frings bezogen):

Frage FAZ:
Joachim Löw hat ja zuletzt den großen Konkurrenzkampf ausgerufen und die arrivierten Kräfte mit einbezogen. Außerdem hat er gesagt, er würde jetzt nur noch nach Leistung gehen und alle Spieler hätten sich zu “unterwerfen”. Weht in der Nationalelf nun ein anderer Wind?

Antwort Ballack:
Die Form des Konkurrenzkampfes nach einer erfolgreichen Europameisterschaft, dass gestandene Leistungsträger wie Torsten Frings, Miroslav Klose und auch ich plötzlich in Frage gestellt und öffentlich angegriffen werden. Ich denke da besonders an Torsten Frings. Er war und ist Stammspieler, einer, der im Verein regelmäßig auf hohem Niveau spielt und dies vor allem auch in der Champions League zeigt. Bei der EM hatte er einen Rippenbruch und hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich kenne den Torsten seit den “U21″-Junioren gut, weiß wie er denkt und hoffe, er wird nicht zu einer Entscheidung verleitet, die Torsten und viele andere später bereuen werden.

Frage:
Was heißt das für Frings?

Antwort:
Torsten hat fast 80 Länderspiele und spielt regelmäßig in der Champions League auf einem hohen Niveau. Um ihn zu verdrängen, müsste ein anderer besser sein und diese Leistung über einen längeren Zeitraum konstant auf hohem Niveau unter Beweis stellen. Vielleicht befindet sich ja Torsten aktuell nicht in Topform, aber er spielt immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Faktum kann niemand wegdiskutieren. Ich habe deshalb ein ungutes Gefühl, dass er diesen Konkurrenzkampf nicht gewinnen kann.

Frage:
Der Bundestrainer hat Frings schon abgeschrieben?

Antwort:
Das weiß ich nicht. Aber wenn man einen nicht mehr will, sollte man das ehrlich ansprechen. Respekt und Loyalität ist doch das Wenigste, was man als verdienter Nationalspieler erwarten kann. Ich denke da auch an den einen oder anderen Fall aus der Vergangenheit – zum Beispiel Oliver Kahn. Es war ein Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann ausgegeben worden, den er in meinen Augen nie gewinnen konnte. Oder bei Christian Wörns, der im Gegensatz zu Christoph Metzelder im selben Verein spielte und nicht auf der Bank saß. Ich hoffe, dass ich mit meiner Vermutung in der Personalie Torsten Frings Unrecht habe.

Frage:
Frings denkt über Rücktritt nach, wie er sagt.

Antwort:
Schlimm genug, dass es so weit gekommen ist. Torsten hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er ist ein erfahrener Spieler und spürt genau, was um ihn herum geschieht. Ich fände schade, wenn Torsten zurücktritt, weil er glaubt, nicht mehr gebraucht zu werden.

Frage:
Im Spitzenspiel gegen Russland hat das Team ohne Frings und mit Hitzlsperger gut funktioniert.

Antwort:
Es geht doch gar nicht darum, keinem anderen Spieler eine Chance geben zu wollen. Aber Russland war für uns das wichtigste Spiel des Jahres, weshalb sich Torsten natürlich Gedanken macht, wenn er dann nicht aufläuft und im nächsten Spiel ebenfalls nicht. Außerdem: Wir haben diese wichtigen Spiele gewonnen, was aber nicht heißt, dass wir es mit Torsten Frings verloren hätten.

Auszug: FAZ.net (Text: F.A.Z.)

Die Institution wackelt: Torsten Frings

Freitag, Oktober 17th, 2008

Die Institution wackelt: Torsten Frings, 78-maliger Nationalspieler, denkt offenbar an einen Rücktritt aus dem Team von Bundestrainer Joachim Löw.

Zuvor absoluter Stammspieler, durfte der Bremer in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Russland (2:1) und Wales (1:0) nur sechs Minuten ran.

Das reicht dem 31-Jährigen, um bereits über einen Rücktritt nachzudenken. “Klar, denke ich an einen Rücktritt”, sagte Frings der “Bild“-Zeitung. ”Doch so eine Entscheidung braucht Zeit. Das kann ein paar Tage oder Wochen dauern. Der Rücktritt schießt mir immer wieder durch den Kopf.”

Rücktritt im Hinterkopf

Vor beiden Spielen suchte er das Gespräch mit Löw, doch passiert sei danach nichts. “Ich spiele nicht, darf mich gegen Wales nicht mal warmlaufen. Das war für mich die Krönung, eine Demütigung”, so der Mittelfeldspieler.

Auch wenn Frings seine eigene Meinung zu den Konkurrenten Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes hat (“Sie sind nicht besser”), fordert er vom Bundestrainer “mehr Rückendeckung, Vertrauen und Respekt” und schiebt hinterher: ” Ich sehe derzeit keine Perspektive für mich”.

Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief, vielleicht tiefer als man zunächst annahm: “Fakt ist, dass ich zwei Mal auf der Bank sitzen musste. Doch wie das alles ablief – das enttäuscht und verärgert mich”, so Frings.

Die vergangenen Tage im Kreise des Nationalteams haben ihm die Augen geöffnet, wie er sagt. Als beleidigte Leberwurst will er nicht gelten, “aber ich weiß, was ich kann, was ich für den DFB und auch für Jogi Löw geleistet habe – und damit weiß ich auch, dass ich so nicht mit mir umspringen lassen möchte.”

Es ist eigentlich traurig wie mit Frings umgegangen wird, er gehörte bisher immer zum Stamm der Nationalmannschaft (78 Länderspiele) und nun wird er nach und nach abgesägt, schade aber das zeigt nur die Eigenschaft der Nationalmannschaftsführung, knallhart und keine Rücksicht auf bisher fast immer tadellos erbrachter Leistungen.

Aber es ist auch gut für Werder zu wird die Doppelbelastung wegfallen und der Lutscher kann sich voll auf´s Team konzentrieren und da zählt man ja zu 100% auf ihn.

Aua das tut weh !

Dienstag, September 30th, 2008

Werder muss drei Spiele auf Per Mertesacker verzichten. Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte den Nationalspieler am Dienstag wegen unsportlichen Verhaltens. Der Bremer Abwehrchef war am Samstag beim 5:4-Sieg im Bundesliga-Spiel gegen 1899 Hoffenheim von Schiedsrichter Günter Perl (München) des Feldes verwiesen worden. Wohl eine späte Rache der Bayern, wenn man mal schaut wo der Schiedsrichter herkommt…

Diego´s Rote Karte – 3 Spiele Sperre

Montag, Februar 25th, 2008

Der DFB hat Diego wegen der roten Karte im Spiel gegen Frankfurt für drei Spiele gesperrt.

Damit ist der Brasilianer für die Partien gegen Borussia Dortmund, beim VfB Stuttgart und gegen den VfL Wolfsburg gesperrt.

In den beiden Uefa-Cup-Spielen gegen die Glasgow Rangers wird er dagegen spielberechtigt sein.

Tim Wiese für Deutschland

Montag, Februar 18th, 2008

Ich will das alles nicht zu sehr pushen mit Tim Wiese aber diese Seite hat was, wenn auch nur als Gag aber immerhin, wer es schafft ein Tor zu schiessen kann sich ja melden, der bekommt dann ne Überraschung.

http://www.wiese-fuer-deutschland.de/hauptfilm.php