Archive für Oktober, 2008

„Frings’ Rücktritt wäre schlimm“ M.Ballack im FAZ Interview

Dienstag, Oktober 21st, 2008

Michael Ballack, wundert sich, wie der von Bundestrainer Joachim Löw geschürte Konkurrenzkampf in der Nationalmannschaft geführt wird. Ballack empfindet es als Frechheit, wie manche Stammkräfte im Team diskreditiert werden und vermisst Respekt und Loyalität.

Auszüge aus dem Interview (hauptsächlich Frings bezogen):

Frage FAZ:
Joachim Löw hat ja zuletzt den großen Konkurrenzkampf ausgerufen und die arrivierten Kräfte mit einbezogen. Außerdem hat er gesagt, er würde jetzt nur noch nach Leistung gehen und alle Spieler hätten sich zu “unterwerfen”. Weht in der Nationalelf nun ein anderer Wind?

Antwort Ballack:
Die Form des Konkurrenzkampfes nach einer erfolgreichen Europameisterschaft, dass gestandene Leistungsträger wie Torsten Frings, Miroslav Klose und auch ich plötzlich in Frage gestellt und öffentlich angegriffen werden. Ich denke da besonders an Torsten Frings. Er war und ist Stammspieler, einer, der im Verein regelmäßig auf hohem Niveau spielt und dies vor allem auch in der Champions League zeigt. Bei der EM hatte er einen Rippenbruch und hat sich in den Dienst der Mannschaft gestellt. Ich kenne den Torsten seit den “U21″-Junioren gut, weiß wie er denkt und hoffe, er wird nicht zu einer Entscheidung verleitet, die Torsten und viele andere später bereuen werden.

Frage:
Was heißt das für Frings?

Antwort:
Torsten hat fast 80 Länderspiele und spielt regelmäßig in der Champions League auf einem hohen Niveau. Um ihn zu verdrängen, müsste ein anderer besser sein und diese Leistung über einen längeren Zeitraum konstant auf hohem Niveau unter Beweis stellen. Vielleicht befindet sich ja Torsten aktuell nicht in Topform, aber er spielt immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Dieses Faktum kann niemand wegdiskutieren. Ich habe deshalb ein ungutes Gefühl, dass er diesen Konkurrenzkampf nicht gewinnen kann.

Frage:
Der Bundestrainer hat Frings schon abgeschrieben?

Antwort:
Das weiß ich nicht. Aber wenn man einen nicht mehr will, sollte man das ehrlich ansprechen. Respekt und Loyalität ist doch das Wenigste, was man als verdienter Nationalspieler erwarten kann. Ich denke da auch an den einen oder anderen Fall aus der Vergangenheit – zum Beispiel Oliver Kahn. Es war ein Konkurrenzkampf mit Jens Lehmann ausgegeben worden, den er in meinen Augen nie gewinnen konnte. Oder bei Christian Wörns, der im Gegensatz zu Christoph Metzelder im selben Verein spielte und nicht auf der Bank saß. Ich hoffe, dass ich mit meiner Vermutung in der Personalie Torsten Frings Unrecht habe.

Frage:
Frings denkt über Rücktritt nach, wie er sagt.

Antwort:
Schlimm genug, dass es so weit gekommen ist. Torsten hat die Zeichen der Zeit erkannt. Er ist ein erfahrener Spieler und spürt genau, was um ihn herum geschieht. Ich fände schade, wenn Torsten zurücktritt, weil er glaubt, nicht mehr gebraucht zu werden.

Frage:
Im Spitzenspiel gegen Russland hat das Team ohne Frings und mit Hitzlsperger gut funktioniert.

Antwort:
Es geht doch gar nicht darum, keinem anderen Spieler eine Chance geben zu wollen. Aber Russland war für uns das wichtigste Spiel des Jahres, weshalb sich Torsten natürlich Gedanken macht, wenn er dann nicht aufläuft und im nächsten Spiel ebenfalls nicht. Außerdem: Wir haben diese wichtigen Spiele gewonnen, was aber nicht heißt, dass wir es mit Torsten Frings verloren hätten.

Auszug: FAZ.net (Text: F.A.Z.)

Tim Wiese fällt verletzt aus – Muskelfaserriss im linken Oberschenkel

Montag, Oktober 20th, 2008

Schock für Werder Bremen vor der Champions-League-Partie gegen Panathinaikos Athen: Torwart Tim Wiese (26) fällt verletzt aus!

Der 26-jährige hat sich im Training verletzt: Muskelfaserriss im linken Oberschenkel nach einem Sprint.

Der verletzte Wiese: „Ich habe sofort gespürt, da ist was passiert.“

Die Mannschaft fliegt heute um 19.15 Uhr ohne seine Nummer 1 nach Griechenland!

Ein Kernspin im Bremer Krankenhaus St. Joseph-Stift soll jetzt klären, wie lange Tim Wiese ausfällt und wann er wieder für seine Mannschaft auflaufen kann.

Werder ohne Wiese nach Athen! Sein Ersatz: Christian Vander (27)!

An den haben die Fans weniger gute Erinnerungen. Vor fast genau einem Jahr in der letzten Champions-League-Saison patzte der Ersatzmann im Heimspiel gegen Olympiakus Piräus mehrfach!

Bremen verlor die Partie mit 1:3 – nach einer 1:0-Führung!

Hoffentlich läuft’s diesmal anders…

Wo geht die Reise hin ?

Montag, Oktober 20th, 2008

Zu Beginn ein paar Zahlen, 8.Spieltag, 3 Siege, 3 Unentschieden, 2 Niederlagen, 12 Punkte, 22 geschossene Tore, 19 Tor kassiert.

19 Tore kassiert, das ist mit Abstand die schlechteste Abwehr der Liga und das hat verdammt nochmal nichts mit der offensiven Taktik zu tun, viel mehr mit der Einstellung der Spieler auch mal zurück zu laufen.

Beispiele gefällig:

  • Zum dritten Mal in Folge (Hoffenheim, Stuttgart und jetzt Dortmund) kassiert Werder einen Treffer nach eigener (!) Ecke.
  • Während die Dortmunder nach dem Ballgewinn aufrückten, trabten die Werder-Stars gemächlich zurück

Wie Werder sich defensiv verhält ist einem Absteiger würdig, wenn sie nicht soviel Tore schießen würden.

Na mal sehen was Mittwoch passiert in Athen.

Die Institution wackelt: Torsten Frings

Freitag, Oktober 17th, 2008

Die Institution wackelt: Torsten Frings, 78-maliger Nationalspieler, denkt offenbar an einen Rücktritt aus dem Team von Bundestrainer Joachim Löw.

Zuvor absoluter Stammspieler, durfte der Bremer in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Russland (2:1) und Wales (1:0) nur sechs Minuten ran.

Das reicht dem 31-Jährigen, um bereits über einen Rücktritt nachzudenken. “Klar, denke ich an einen Rücktritt”, sagte Frings der “Bild“-Zeitung. ”Doch so eine Entscheidung braucht Zeit. Das kann ein paar Tage oder Wochen dauern. Der Rücktritt schießt mir immer wieder durch den Kopf.”

Rücktritt im Hinterkopf

Vor beiden Spielen suchte er das Gespräch mit Löw, doch passiert sei danach nichts. “Ich spiele nicht, darf mich gegen Wales nicht mal warmlaufen. Das war für mich die Krönung, eine Demütigung”, so der Mittelfeldspieler.

Auch wenn Frings seine eigene Meinung zu den Konkurrenten Thomas Hitzlsperger und Simon Rolfes hat (“Sie sind nicht besser”), fordert er vom Bundestrainer “mehr Rückendeckung, Vertrauen und Respekt” und schiebt hinterher: ” Ich sehe derzeit keine Perspektive für mich”.

Der Stachel der Enttäuschung sitzt tief, vielleicht tiefer als man zunächst annahm: “Fakt ist, dass ich zwei Mal auf der Bank sitzen musste. Doch wie das alles ablief – das enttäuscht und verärgert mich”, so Frings.

Die vergangenen Tage im Kreise des Nationalteams haben ihm die Augen geöffnet, wie er sagt. Als beleidigte Leberwurst will er nicht gelten, “aber ich weiß, was ich kann, was ich für den DFB und auch für Jogi Löw geleistet habe – und damit weiß ich auch, dass ich so nicht mit mir umspringen lassen möchte.”

Es ist eigentlich traurig wie mit Frings umgegangen wird, er gehörte bisher immer zum Stamm der Nationalmannschaft (78 Länderspiele) und nun wird er nach und nach abgesägt, schade aber das zeigt nur die Eigenschaft der Nationalmannschaftsführung, knallhart und keine Rücksicht auf bisher fast immer tadellos erbrachter Leistungen.

Aber es ist auch gut für Werder zu wird die Doppelbelastung wegfallen und der Lutscher kann sich voll auf´s Team konzentrieren und da zählt man ja zu 100% auf ihn.

Auch das noch…

Mittwoch, Oktober 15th, 2008

Jetzt müssen wir uns 5 Minuten eher vom Abendbrottisch verdrücken, denn die Berichterstattung über die die Fußball-Bundesliga in der ARD-Sportschau beginnt am kommenden Samstag und an drei weiteren Samstagen bis Jahresende bereits um 18.25 Uhr und damit fünf Minuten früher als gewohnt.

Das teilte der öffentlich-rechtliche Sender am Mittwoch mit. ARD und die Deutsche Fußball Liga (DFL) haben sich auf die Regelung für die Spieltage verständigt, an denen sieben Samstagspiele in der Bundesliga auf dem Programm stehen.

Bereitet da jemand seinen Abschied vor?

Sonntag, Oktober 12th, 2008

Ich mag Diego wegen seinen herrlichen Tricks und wunderschönen Tore, doch derzeit fällt mir der Brasilianer durch immer mehr Verfehlungen auf …

Wie ich darauf komme? Durch folgende Geschenisse:

Zum Straftraining am vergangenen Sonntag nach dem desaströsen Stuttgart-Spiel erschien er mit 25-minütiger Verspätung.

Diegos Begründung: „Ein Missverständnis!“

Ein Mitspieler soll ihm eine falsche Zeit für den Treffpunkt genannt haben. Ach so…

Kapitän Frank Baumann (kommissarischer Kassenwart) will nun Bares sehen: „Das wird bestraft!“

Nicht die erste Disziplinlosigkeit des Werder-Regisseurs:

Bereits nach der Pleite in Gladbach hatte sich Diego beim Straftraining um 20 Minuten verspätet…

Nächster Ärger:

Am Mittwoch beging Diego zum wiederholten Mal offenen Vertragsbruch. Der Nationalspieler brauste nicht wie vorgeschrieben mit einem Auto von Werder-Sponsor Volkswagen (zahlt 1 Mio Euro jährlich), sondern mit einem Sportwagen zum Training – die zweite Geldstrafe in nur vier Tagen!

Bremens Sportchef Klaus Allofs: „Das Geld geht in unsere Kasse. Und die Strafen steigern sich von Mal zu Mal …

Der Ton wird rauer. Denn Werder hat sich allzu oft den Sonderwünschen des Superstars gebeugt …

In der Winterpause ließ Diego seine Schambeinentzündung lieber in der Sonne von São Paulo statt in Bremen pflegen.

Trainer Schaaf: „Es war Diegos Wunsch, die Behandlung dort durchzuführen. Dem haben wir entsprochen.“

Im August schenkte ihm Werder die Olympia-Teilnahme, statt ihn nach erfolgreicher Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof zurückzubeordern. In den zwei Liga-Spielen (Schalke, Bielefeld) ohne Diego ließ Werder vier Punkte liegen, nach seiner Rückkehr verloren wir das Gladbach-Spiel mit einem nicht frischen Diego

Am vergangenen Dienstag schenkte ihm Schaaf einen Extratag Urlaub, damit er in Porto eine Wohnung vermieten und Führerscheinfragen klären konnte…

Allofs: „Es gibt keine Sonderbehandlung, aber Diego ist schon etwas anderes als die Nummer 20. Wir tun immer nur das, was für den Verein das Beste ist.“

Immer wieder Extrawürste für den Superstar, daß natürlich für Unmut in der Mannschaft führt…

Kapitän Baumann hatte nach dem peinlichen 0:0 gegen Famagusta in der Champions League Werders Hauptproblem benannt: „Es fehlt an profihafter Einstellung!“

Eine Kritik, die auch Diego betrifft.

Diego selbst ist sich jedoch sicher: „Ich glaube nicht, dass die Mitspieler böse auf mich sind.“

Noch nicht, aber da sich die Ereignisse häufen, habe ich das ungute Gefühl das er sich so langsam von Werder verabschiedet.

Keine Erfolgsformel: 92 % Polyester, 8 % Elasthan

Dienstag, Oktober 7th, 2008

Ich hatte schon vor dem Anpfiff in Stuttgart ein schlechtes Gefühl: Warum ? Die Spieler liefen wie schon beim schlimmen 2:3 in Gladbach mit dem neuen Event-Trikot (Dark Navy, Ringelstutzen) auf.

Optisch zwar ein Leckerbissen, aber sportlich läuft es mit den Pagageien-Söckchen einfach nicht. Erneut ging es mit der Drittkluft deftig in die Hose!

Torsten Frings stöhnt: „Das Trikot müssen wir nicht nochmal anziehen…“

92 % Polyester, 8 % Elasthan, aber 0 % Erfolg – wann schmeißt Werder das Unglückstrikot in die Tonne?

Sportchef Klaus Allofs verteidigt das Pleiten-Hemd: „Mit solchen Diskussionen wollen wir gar nicht erst anfangen. Es liegt daran, dass wir auswärts nicht so gut spielen und nicht am Trikot!“

Stimmt ja so nicht ganz in München spielten wir in Weiß-Grün und das ging bekanntlich doch ganz annehmbar aus.

Aberglaube ist ja immer so eine Sache aber ich denke wirklich das dieses Trikot Pech bringt und man sollte es möglichst gar nicht mehr aus dem Schrank holen.

Sicher ist das keine Entschuldigung für das desaströse Spiel in Stuttgart, aber wie soll man sich sonst so etwas erklären.

PS. Das nächste Spiel ist im Weserstadion gegen Dortmund. Da tragen die Jungs das weiße Heim-Shirt…

DFB Pokal: Werder auswärts gegen Dortmund

Sonntag, Oktober 5th, 2008

Im Achtelfinale des DFB-Pokals kommt es zum Süd-Schlager zwischen dem VfB Stuttgart und Bayern München.

Insgesamt stehen in der Runde der letzten 16 am 27./28. Januar 2009 drei Bundesliga-Duelle auf dem Programm.

Bayer Leverkusen trifft dabei auf Energie Cottbus, und Borussia Dortmund bekommt es mit Werder Bremen zu tun.

Das ergab die Auslosung am Sonntag, bei der Weltmeisterin Kerstin Garefrekes als Glücksfee fungierte. Der letzte im Wettbewerb verbliebene Drittligist Carl Zeiss Jena bekommt es mit Schalke 04 zu tun.

Das Pokalfinale findet am 30. Mai kommenden Jahres im Berliner Olympiastadion statt.

Und alles wieder auf Start, es nervt nur noch…

Samstag, Oktober 4th, 2008

Den starken Auftritten der letzten Wochen folgte bittere Enttäuschung. Beim VfB Stuttgart kassierte Werder Bremen die zweite Saisonniederlage.
Und die fiel mit 1:4 richtig happig aus. Khedira (18.) und Träsch (29.) sorgten schon früh für Ernüchterung bei den Grün-Weißen, die zu keiner Phase des Spiels ihren Rhythmus fanden.
Auch ein wunderschönes Freistoßtor von Diego (65.) änderte daran nichts, zwei Minuten zuvor hatte Hilbert bereits auf 3:0 erhöht.
Lanig vervollständigte mit seinem Tor zum 4:1 (88.) einen aus Bremer Sicht rabenschwarzen Tag.

Ich will auch nicht mehr drüber schreiben, was man verbessern soll, wir haben definitiv 2 Probleme; 1.Taktik & 2. Defensive und das wird sich auch nicht mehr ändern, Werder wird in dieser Saison noch mehr von diesen Spielen abliefern und uns Fans den letzten Nerv rauben.

ICh bin mal wieder zu tiefst enttäuscht, wann begreifen die Spieler endlich das sie einfach keine Topstars sind und einfach nur auf einem Knopf drücken müssen um ihre Leistung abzurufen. Sie sind Arbeiter nicht mehr und nicht weniger, sie funktionieren nur als Team aber im moment sind wir individuell einfach zu schwach besetzt in der Defensive, keiner, auch wirklich keiner erreicht auch nur Ansatzweise die Leistung die bringen kann.

Und auch ein Frings kann sich langsam wieder mal defensiv anbieten, ja das ist die 1. Kritik am Lutscher aber es wird auch höchste Zeit, denn seit der EM läuft es auch bei ihm definitiv nicht rund. Alle die mich kennen wissen wie schwer mir die Kritik am Lutscher fällt, aber auch er nervt im Moment einfach nur.

Mir reichts für heute…

Stuttgart-Werder… da ist doch noch was offen

Samstag, Oktober 4th, 2008

7.Spieltag und Werder fährt nach Stuttgart, moment Bremen in Stuttgart da war doch was ach ja das hier.

Naja dazu wird es ja hoffentlich nicht kommen, auch wenn es schwer wird der letzte Auswärtssieg in Stuttgart datiert vom 27.10.2004 (2:1). 

Jedoch kann Bremen nach dem Mailand Spiel in bestmöglicher Besetzung auflaufen, Merte fällt ja mit Rot-Sperre aus.

So wie es im Moment ausschaut will Werder mit folgender Mannschaft antreten:

Wiese – Boenisch, Prödl, Naldo, Fritz – Baumann – Frings, Özil – Diego – Rosenberg, Pizarro

Boenisch sowie Fritz erhalten wohl ihre nächste Bewährungsprobe, vielleicht hat das Spiel Pause, (außer der Kurzeinsatz von Fritz) vor allem in der Championsleague ja was bei den beiden gebracht.

Ansonsten ist alles wie in den letzten Spielen auch.

Mein Tip: 2:0 Werder