Bereitet da jemand seinen Abschied vor?

Ich mag Diego wegen seinen herrlichen Tricks und wunderschönen Tore, doch derzeit fällt mir der Brasilianer durch immer mehr Verfehlungen auf …

Wie ich darauf komme? Durch folgende Geschenisse:

Zum Straftraining am vergangenen Sonntag nach dem desaströsen Stuttgart-Spiel erschien er mit 25-minütiger Verspätung.

Diegos Begründung: „Ein Missverständnis!“

Ein Mitspieler soll ihm eine falsche Zeit für den Treffpunkt genannt haben. Ach so…

Kapitän Frank Baumann (kommissarischer Kassenwart) will nun Bares sehen: „Das wird bestraft!“

Nicht die erste Disziplinlosigkeit des Werder-Regisseurs:

Bereits nach der Pleite in Gladbach hatte sich Diego beim Straftraining um 20 Minuten verspätet…

Nächster Ärger:

Am Mittwoch beging Diego zum wiederholten Mal offenen Vertragsbruch. Der Nationalspieler brauste nicht wie vorgeschrieben mit einem Auto von Werder-Sponsor Volkswagen (zahlt 1 Mio Euro jährlich), sondern mit einem Sportwagen zum Training – die zweite Geldstrafe in nur vier Tagen!

Bremens Sportchef Klaus Allofs: „Das Geld geht in unsere Kasse. Und die Strafen steigern sich von Mal zu Mal …

Der Ton wird rauer. Denn Werder hat sich allzu oft den Sonderwünschen des Superstars gebeugt …

In der Winterpause ließ Diego seine Schambeinentzündung lieber in der Sonne von São Paulo statt in Bremen pflegen.

Trainer Schaaf: „Es war Diegos Wunsch, die Behandlung dort durchzuführen. Dem haben wir entsprochen.“

Im August schenkte ihm Werder die Olympia-Teilnahme, statt ihn nach erfolgreicher Klage vor dem Internationalen Sportgerichtshof zurückzubeordern. In den zwei Liga-Spielen (Schalke, Bielefeld) ohne Diego ließ Werder vier Punkte liegen, nach seiner Rückkehr verloren wir das Gladbach-Spiel mit einem nicht frischen Diego

Am vergangenen Dienstag schenkte ihm Schaaf einen Extratag Urlaub, damit er in Porto eine Wohnung vermieten und Führerscheinfragen klären konnte…

Allofs: „Es gibt keine Sonderbehandlung, aber Diego ist schon etwas anderes als die Nummer 20. Wir tun immer nur das, was für den Verein das Beste ist.“

Immer wieder Extrawürste für den Superstar, daß natürlich für Unmut in der Mannschaft führt…

Kapitän Baumann hatte nach dem peinlichen 0:0 gegen Famagusta in der Champions League Werders Hauptproblem benannt: „Es fehlt an profihafter Einstellung!“

Eine Kritik, die auch Diego betrifft.

Diego selbst ist sich jedoch sicher: „Ich glaube nicht, dass die Mitspieler böse auf mich sind.“

Noch nicht, aber da sich die Ereignisse häufen, habe ich das ungute Gefühl das er sich so langsam von Werder verabschiedet.


5 Kommentare zu “Bereitet da jemand seinen Abschied vor?”

  1. Mc-S sagt:

    Die ganzen Gründe die du aufzählst kann man aber auch als Entgegenkommen von Werder werten und das Diego dem Klub somit etwas schuldig ist. Ich denke man sollte die Sachen jetzt auch nicht überbewerten.
    Trotzdem frage ich mich wie lange Werder Diego noch halten kann. Bei guten Leistungen gibt es nun mal einfach so einige Klubs die Diego wesentlich mehr bieten können als Werder (finanziell und sportlich).

  2. Alexander sagt:

    Ich zitier mal euren Trainer (aus der Erinnerung, damals wohl zu Zeiten Ailtons): »Einen Brasilianer muss man sich leisten können…. nicht nur finanziell« – mit dieser Einstellung ist man in Bremen gut gefahren, eine nüchtern hanseatische Form des pragmatischen Zugeständnisses.

  3. Claudia sagt:

    lange halten können wir Diego eh nicht mehr,leider

  4. Conti sagt:

    Ich denke TS (und Alexander) haben Recht. (Einige) Brasilianer sind halt speziel. Ob Diego geht würde ich mal davon unabhängig betrachten.

  5. Es ist doch wirklich nicht die Frage ob es ein entgegen kommen vom Verein ist, es fällt halt nur sehr stark auf das sich das in so kurzer Zeit so häuft. Und wenn ich ehrlich sein soll ist mir ein Verkauf von Diego am Ende der Saison für ne anständige Summe lieber als einen rebellischen Brasilianer der nicht mehr zu motivieren ist, klar noch ist es nicht so weit aber es kann schnell passieren. Und wenn wir ehrlich sind ist ein Mesut Özil auf dem Weg dahin ein würdiger Nachfolger zu werden, ohne jetzt schon an Diego heran zu kommen, aber wenn er sich so weiter entwickelt mache ich mir da keine Sorgen.

Geben Sie eine Antwort ein