EM 2008 Deutschland – Türkei 3:2 (Eine Team-Zusammenfassung)

Jens Lehmann: Machte in seinem 60. Länderspiel nicht den sichersten Eindruck. Verschätzte sich bei Altintops Freistoß (32.), rettete dann aber gerade noch. Beim 0:1 (22.) sah er unglücklich aus, konnte aber nichts ausrichten. Beim 2:2 (86.) schon eher. Note: 3

Arne Friedrich: Hinten rechts große Probleme mit Ugur, zu spät auch bei dessen Führungstor. Ein schwacher Auftritt ohne Offensiv-Akzente. Note: 4,5

Per Mertesacker: Insgesamt sehr solide, aber in entscheidenden Momenten nicht hellwach: Vor dem 0:1 einen Schritt zu spät gegen Kazim, vor dem 2:2 gegen Semih. Note: 4

Christoph Metzelder: In der Defensivarbeit meistens ordentlich, allerdings auch mit einigen Wacklern. Dazu mehrere Vorstöße – die aber brachten nichts ein. Note: 3,5

Philipp Lahm: Ständiges Auf und Ab. Vor der Pause erst mit großen Schwierigkeiten gegen den dynamischen Kazim, dann sicherer – und am Ende wieder fehlerhaft. Das 0:1 entstand über seine linke Seite. In Hälfte zwei endlich entschlossener, hätte einen Elfmeter bekommen müssen (50.) und bereitete das 2:1 vor. Ließ sich vor dem 2:2 übel auswackeln, reparierte seinen Fehler aber mit dem Siegtor (90.). Für den Matchwinner gibt’s die Note: 2

Simon Rolfes (bis 45.): Völlig neben der Kappe, im Vergleich zum starken Portugal-Spiel nicht wiederzuerkennen. Nervös, unkonzentriert, fahrig – als trüge er eine Bleiweste unterm Trikot. Zur Pause erlöst, nicht nur wegen des Cuts über dem linken Auge – zugezogen bei einem Zusammenprall mit Ayhan. Note: 5,5

Thomas Hitzlsperger: Hatte zunächst wenig Bälle, ließ den Türken im Mittelfeld zu viel Platz. Dann aber klar besser und doch noch mit dem einen oder anderen blitzgescheiten Pass, zum Beispiel auf Podolski (34.) oder vor dem Siegtor auf Lahm. Note: 3

Bastian Schweinsteiger: Eine miserable Anfangsphase mit einigen haarsträubenden Fehlpässen und technischen Unzulänglichkeiten. Begann dann aber als Erster, sich energisch zu wehren – und zeigte beim 1:1, dass er technisch doch ein Guter ist. Herrlicher Außenrist-Schlenzer ins lange Eck (26.). Danach viel präsenter und ballsicherer, in Durchgang zwei wurde sein Akku aber immer leerer. Note: 2,5

Michael Ballack: Nein, diesmal war der Kapitän beileibe nicht der große Denker und Lenker. Bei jeder Ballberührung sofort attackiert, meistens von “Schattenmann” Mehmet Aurelio. Das behagte ihm nicht, darunter litt auch seine Torgefahr. Note: 4,5

Lukas Podolski: Lange kaum zu sehen, dann gleich zweimal auffällig, positiv und negativ. Wieder eine tolle Torvorlage für seinen Kumpel Schweinsteiger, dann viel zu eigensinnig im Abschluss (34.), als er Klose ignorierte. In der zweiten Halbzeit bemüht, aber nicht so stark wie gegen Polen und Portugal.Note: 3,5

Miroslav Klose (bis 90.+2): Vorne oft allein auf weiter Flur. Bekam kaum Bälle aus dem Mittelfeld – und wenn, dann verlor er sie häufig schnell. Sein 80. Länderspiel war eines seiner schwächeren – bis zur 79. Minute. Da stand er, wo ein Torjäger stehen muss und köpfte das 2:1. Note: 3

Torsten Frings (ab. 46): Schmorte eine Halbzeit lang auf der Bank, kam dann rein – und brannte gleich wie Feuer. Fegte mehrfach energisch dazwischen und zeigte damit, dass er die Mannschaft als Führungskraft mitreißen will. Note: 3

Marcell Jansen (ab. 90.+2): Ein taktischer Wechsel in der Nachspielzeit, um den Sieg zu retten. Note: -


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