Archive für März, 2008

Bremen – Duisburg 1:2

Samstag, März 29th, 2008

Erneute Niederlage für Werder und wieder trotz Überlegenheit.

Wie schon in den vergangenden Spielen, den meisten Ballbesitz und nichts fruchtbares daraus gemacht, Werder enttäuscht wieder einmal und findet sich nun auf den 5. Tabellenplatz wieder, man kann nur hoffen das Allofs den Verein für den UI-Cup gemeldet hat denn sonst sieht es schlecht mit Internationalen Spielen im nächsten.

Ich kann es mittlerweile nicht mehr nachvollziehen weshald es in der Mannschaft nicht mehr klappt, es gibt doch keinen Gegner mehr der vor Bremen Angst hat, den die Torfabrik hat geschlossen und dabei in der Abwehr die Werkstore offen gelassen.

Es werden noch ganz schlimme 8 Spieltage, wenn es nicht langsam mal knallt im Team und das meine ich nicht körperlich sondern im Kopf.

Es rennt einfach jeder seiner Form hinterher, es gibt kein Lichtblick in der Mannschaft der mich hoffen lässt das es noch besser werden kann, in der jetzigen Verfassung können wir noch froh sein die direkt Qualifikation zum UEFA Cup zu schaffen.

Ein Meisterschaftsfavorit im freien Fall, naja wenigstens ger Abstieg geht uns nichts mehr an, obwohl bei noch 24 zu holenden Punkten ist auch das möglich Cottbus hat nämlich als Tabellenletzter 20 Punkte.

Aber das ist natürlich nur überspitzt, ich hoffe das es nächsten Samstag in Berlin besser klappt und wir dort unsere Aufholjagd starten.

Werder – Duisburg

Samstag, März 29th, 2008

Heute geht es um 15:30 Uhr im Weserstadion gegen den MSV Duisburg um den 1.Dreier seit 3 Spielen.

Die Vorzeichen stehen gut, da mittlerweile alle Spieler bis auf Wome wieder mit an Bord sind, doch was soll man gegen die Torflaute im Werder Spiel machen, T.Schaaf griff durch und strich Almeida aus der Mannschaft, für ihn wird aller vorraussicht nach Hunt stürmen, der durch die Rückkehr von D.Jensen ins Mittelfeld in den Sturm vorrückt.

Neben Hunt wird wohl Klasnic stürmen, der in der Woche ein glanzvolles Comeback in der Nationalmannschaft Kroatiens feierte.

Nun sollen also die 2 die Sturmflaute beenden, ich wünsche es mir natürlich.

Mit folgender Aufstellung will Werder die Gäste bezwingen :

 aufstellung2.jpg

Weser-Blog macht den Form-Check

Donnerstag, März 27th, 2008

Meisterschaft abgeschrieben, Champions-League-Qualifikation in Gefahr: Werder hat auch beim 1:1 in Bielefeld das Formtief nicht überwunden. Der Hoffnung auf Besserung folgte zuletzt doch immer wieder ein Rückschlag. Ob individuelle Fehler oder kollektives Versagen: Viele Spieler werden ihren Ansprüchen nicht gerecht – der Formcheck:

Torwart

In der Hinrunde war Tim Wiese fast immer ein sicherer Rückhalt. Auch nach der Winterpause begann er stark. Und nach seinen beiden gehaltenen Elfmetern gegen Braga wurde er sogar wieder mit der Nationalmannschaft in Verbindung gebracht. Der 25-Jährige strahlte eine enorme Sicherheit aus. Die hat Wiese mittlerweile verloren. Üble Patzer wie in Glasgow oder auch leichtere Fehler, die zu Gegentoren führen – siehe das 0:1 in Bielefeld – wechseln sich mit Glanzparaden ab. Die Konstanz ist futsch.

Abwehr

Die Position links in der Viererkette war lange das Sorgenkind. Pierre Wome wurde schon lange nicht mehr gesichtet, der Serbe Dusko Tosic ist einfach zu schwach, um den Ansprüchen zu genügen. Mit der Genesung des lange verletzten Sebastian Boenisch kam wieder mehr Sicherheit und Schwung auf die linke Seite, wenngleich der 21-Jährige gegen Bielefeld ganz schlecht spielte. Doch das muss man einem jungen, lange verletzten Spieler auch mal zugestehen. Auf der rechten Seite musste aufgrund von Verletzungen viel gewechselt werden. Mal Petri Pasanen, mal Patrick Owomoyela oder Clemens Fritz – die ständig neue Besetzung trug nicht zur Stabilität der Viererkette bei. Auffällig ist zudem, dass die beiden “Laternen”, wie die Innenverteidiger Per Mertesacker und Naldo genannt werden, erheblichen Schwankungen unterliegen. Vor allem Naldo läuft derzeit häufig seiner Form und den Gegenspielern hinterher. Die Defensive hat dadurch insgesamt enorm an Sicherheit verloren.

Mittelfeld

Aaron Hunt und Daniel Jensen dürfen sich derzeit getrost als Gewinner bezeichnen. Beide spielen konstant auf einem guten Niveau. Während Tim Borowski in dieser Saison – auch bedingt durch immer neue Verletzungen – überhaupt nicht Fuß gefasst hat, stagniert bei Spielmacher Diego das Formbarometer auf mäßigem Niveau. Wegen einer Schambeinentzündung verpasste der Brasilianer die Vorbereitung. Er ist noch längst nicht der Diego der Hinrunde. Erschwerend kam die erneute Verletzung von Torsten Frings hinzu. Mit der Mittelfeld-Besetzung Borowski, Diego und Frings in Topform sowie Jensen wäre sicherlich so manches Spiel anders gelaufen. So aber musste Trainer Schaaf immer wieder viel improvisieren. Und die sogenannten Nachrücker aus der zweiten Reihe haben das Top-Niveau der Leistungsträger (noch) nicht.

Angriff

Zweifellos das größte Sorgenkind der Bremer momentan. Aufgrund der offensiven Spielweise hat Werder schon immer das ein oder andere Gegentor mehr gefangen, das aber immer wieder mit eigenen Treffern kompensieren können. Doch derzeit herrscht eine schon erschreckende Ladehemmung. Ein Stürmer in der Krise – nun ja, das gibt’s immer mal. Vielleicht auch zwei, aber gleich alle vier?

Boubacar Sanogo, der Volltreffer der Hinrunde mit elf Pflichtspieltoren, ist auf dem besten Weg, die Vorurteile, die ihm bei seiner Verpflichtung im Sommer entgegenschlugen, zu bekräftigen. Aufmüpfig, disziplinlos – Chancentod. Da werden Erinnerungen an Sanogos Zeit beim HSV wach, wo der Ivorer auch stark begonnen hatte und dann mehr und mehr ein anderes Gesicht zeigte.

Hugo Almeida trifft derzeit nicht mal ein Scheunentor, wirkt unbeweglich, leidenschaftslos.

Markus Rosenberg erarbeitet sich zumindest noch Chancen, läuft viel, doch mittlerweile scheint auch der beste Bremer Stürmer der Rückrunde von dem Ich-lasse-selbst-die-besten-Möglichkeiten-aus-Virus befallen zu sein.

Ivan Klasnic wirkt – trotz Torflaute – noch am beweglichsten, gefährlichsten. Allerdings war er gerade drei Wochen verletzt.

Quelle: Syker Kreiszeitung

Spielnoten Bielefeld – Werder 1:1

Dienstag, März 25th, 2008

Tim Wiese: Keine Frage: Beim 0:1 traf den Keeper eine gehörige Portion Mitschuld, als er einen Wichniarek-Schuss nur vor die Füße von Oliver Kirch abklatschen ließ. Zwar verhinderte Wiese mit drei Rettungstaten ein weiteres Gegentor, offenbarte allerdings beim Herauslaufen Unsicherheiten. Note 4

Clemens Fritz: In der ersten Halbzeit setzte sich der Rechtsverteidiger kaum einmal wirkungsvoll in Szene. Steigerte sich dann aber in Durchgang zwei und machte viel Druck. Note 3,5

Petri Pasanen: Eine unauffällige und unspektakuläre Vorstellung als Innenverteidiger. Der Finne machte wenig Fehler. Note 3,5

Naldo: Erst beim Aufwärmen entschied sich, dass der Brasilianer nach seiner Unterschenkelverletzung spielen konnte. Vor dem 0:1 ließ er Wichniarek zu viel Freiraum, ansonsten defensiv solide. Klare Kopfballchance vergeben, schwache Freistöße. Note 4,5

Sebastian Boenisch: Wo war der Linksverteidiger, als Oliver Kirch zum 1:0 traf? Antwort: Viel zu weit weg. Auch sonst leistete sich der 21-Jährige ungewohnt viele leichte Fehler und Ballverluste. Note 5

Frank Baumann: Der Kapitän schaltete sich zu Beginn oft mit in die Angriffsbemühungen ein, später hauptsächlich nur noch auf die Defensivabsicherung bedacht. Note 3,5

Torsten Frings: Gutes Comeback des Mittelfeldspielers. Die Auswechslung war mit dem Trainer abgesprochen. Note 3

Aaron Hunt: Wie zuletzt in der Anfangsphase einer der besten Bremer. Sehr agil und zweikampfstark. Mit zunehmender Spieldauer ließ es der Mittelfeldspieler aber an der nötigen Präzision vermissen. Note 3,5

Diego: Mit seinem Elfmeter-Tor rettete der Brasilianer den Bremern zumindest einen Punkt. Nach dreiwöchiger Sperre aber noch von seiner Topform entfernt. Note 3,5

Markus Rosenberg: Der Stürmer vergab eine Doppelchance kläglich, hatte dann noch bei einem Kopfball Pech, den Halfar von der Linie kratzte. Wieder einmal viel Aufwand und wenig Ertrag. Musste zur Pause runter. Note 5

Hugo Almeida: Während bei Rosenberg zumindest der Einsatz stimmte, war beim Portugiesen nicht einmal der zu sehen. Almeida fand – außer auf dem Spielberichtsbogen – gar nicht statt. Zu Recht raus. Note 6

Ivan Klasnic: Der Kroate zeigte Einsatz und Laufbereitschaft. Erzwang mit seinem energischen Nachsetzen den Elfmeter, vergab allerdings in der Nachspielzeit per Kopf den Siegtreffer. Note 3,5

Boubacar Sanogo: Zumindest beweglicher als Almeida, ansonsten aber auch eine Enttäuschung. Note 5,5

Mesut Özil: Kam für Frings und sollte das Bremer Mittelfeldspiel in der Schlussphase beleben – was ihm hier und da auch gelang.

Diego stellt sich den Wechselgerüchten

Montag, März 17th, 2008

Auf dem Platz konnte Diego gestern Abend keine Schlagzeilen liefern – gegen den VfL Wolfsburg war der Bremer Spielmacher noch gesperrt. Dennoch sorgte der 23-Jährige mit der Ankündigung, seinen Vertrag bis 2011 an der Weser erfüllen zu wollen (wir berichteten), für Gesprächsstoff. Im Interview stand Diego vor der Partie Rede und Antwort.Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht vermeldet wird, dass Sie von einem europäischen Top-Club gejagt werden. Zuletzt war’s der FC Chelsea. Was ist dran an den Wechselgerüchten?

“Mit diesen Dingen beschäftige ich mich überhaupt nicht. Und es macht auch keinen Sinn, über so etwas zu sprechen. Vieles ist einfach nicht wahr, einiges aus der Luft gegriffen. Ich habe hier in Bremen noch einen Vertrag bis 2011. Die Entscheidung liegt beim Verein.”

Heißt das, Sie würden Ihren Vertrag erfüllen, wenn das der Wunsch des Vereins ist?

“Wenn es nach mir geht, ja. Ich habe großen Respekt vor dem Verein, fühle mich in Bremen sehr wohl. Hier habe ich ideale Bedingungen, um meinen Fußball zu spielen. Die Entscheidung liegt beim Verein. Wenn Klaus Allofs und der Präsident sagen, dass ich bleiben soll, dann spiele ich weiter für Werder.”

Sportchef Klaus Allofs hat bereits betont, dass er Sie nicht gehen lässt.

“Und somit gehe ich fest davon aus, dass ich auch in der nächsten Saison für Werder spiele.”

Auch wenn Sie keinen Titel holen oder sich nicht erneut für die Champions League qualifizieren sollten?

“Zum jetzigen Zeitpunkt darüber zu spekulieren, bringt nichts. Wir haben es selbst in der Hand, noch die Champions League zu erreichen. Natürlich sind wir enttäuscht, wenn wir keinen Titel holen. Eine Mannschaft mit dem Potenzial von Werder muss einfach Titel holen. Das hat aber nichts mit meiner Zukunft in Bremen zu tun.”

Weil Sie mitverantwortlich dafür sind, dass in diesem Jahr keine Trophäen in die Club-Vitrine wandern?

“Ja. Ich bin ein Teil der Mannschaft. Und daher habe auch ich Schuld daran. Ich kann mich doch jetzt nicht einfach der Verantwortung entziehen. Ich muss mich der Verantwortung stellen. Das heißt: Auch ich bin schuld, ganz klar.”

Beziehen Sie das auch auf Ihre Roten Karten in der Champions League und der Liga sowie andere Verfehlungen – wie den Schlag gegen Aaron Hunt?

“Einige Sache werden doch sehr aufgebauscht. Im letzten Jahr wurden mir Probleme mit Torsten Frings oder Miroslav Klose unterstellt. Das war völliger Quatsch. Natürlich ist man gerade nach Niederlagen emotionaler, diskutiert heftiger. Natürlich dürfen mir solche Dinge nicht passieren. Ich bin aber auch nur ein Mensch und keine Maschine. Es werden mir aber einfach zu viele Dinge verdreht und überzogen.”

Dennoch ist die Frage erlaubt: Haben Sie Ihre Nerven nicht mehr so im Griff wie noch zum Beispiel im vergangenen Jahr?

“Das sehe ich nicht so. Ich denke, ich bin eher noch gereift. Man muss ja auch sehen, dass die Aufmerksamkeit und die Härte meiner Gegenspieler in diesem Jahr noch viel größer sind.”

Quelle:Kreiszeitung online

Spielnoten Werder – Wolfsburg 0:1

Montag, März 17th, 2008

Werde jetzt nach jedem Spieltag eine kleine Zusammenfassung und eine persönliche Einschätzung der Spieler abgeben und rege damit gerne eine Diskussion hier im Blog an. 

Tim Wiese: Schon in der ersten Halbzeit verhinderte der Torwart mit Paraden gegen Schäfer und Grafite einen Rückstand – und in der Schlussphase mit weiteren exzellenten Reflexen eine höhere Niederlage. Note 2

Patrick Owomoyela (bis 46.): Der Rechtsverteidiger begann gut, spielte defensiv ordentlich und wagte sich auch häufiger nach vorn. Allerdings mit einigen verunglückten Flanken. Musste zur Pause verletzt raus.

Note 3,5

Petri Pasanen (bis 66.): Der Finne rückte nach überstandener Rückenprellung für den gesperrten Mertesacker in die Innenverteidigung. Dort mit durchwachsener Leistung. Mal stark im Zweikampf, dann wieder schlampig im Stellungsspiel. Note 4

Naldo: Einer der stärksten Bremer. Immer Herr der Lage. Sowohl am Boden als auch in der Luft. Rettete gegen Grafite in höchster Not (65.).

Note 2

Sebastian Boenisch: Der Linksverteidiger begann stark. Sehr dynamisch und mit viel Drang nach vorn. Lief 90 Minuten rauf und runter. Das kostete Kraft und führte in der Schlussphase zu Fehlern. Note 3,5

Frank Baumann: Im Duell der Kapitäne hatte der Bremer gegen Marcelinho einen schweren Stand, meisterte die Aufgabe aber. Erst als Baumann in die Innenverteidigung rückte, konnte der Brasilianer nach Belieben schalten und walten. Note 3

Daniel Jensen (bis 40.): Lag es an der Hüftverletzung, die ihn nach 40 Minuten zum Ausscheiden zwang, oder war’s einfach nicht sein Tag? Am Dänen lief das Spiel vorbei, zudem leistete sich Jensen viele Ballverluste. Zudem hatte er Pech, dass Madlung sich in seinen Schuss warf (14.) und sein Treffer wegen angeblicher Abseitsstellung zu Unrecht nicht gegeben wurde (23.). Note 4,5

Aaron Hunt: Bester Bremer. Der 22-Jährige war sehr beweglich, überall zu finden. Hunt kurbelte das Spiel immer wieder an, kämpfte, rackerte – und setzte die Kollegen in Szene. Allerdings vergab auch er eine Großchance zum Ausgleich (60.). Note 2

Mesut Özil: Der 19-Jährige hatte enorme Anlaufschwierigkeiten und war auf der Diego-Position überfordert. Immerhin zeigte Özil eine gewisse Risikobereitschaft. Vergab die Riesenchance zum Ausgleich (78.). Note 4,5

Markus Rosenberg: Hätte es für ihn gestern Kilometergeld gegeben, der Schwede wäre als reicher Mann in die Kabine gegangen. Doch bei aller Laufbereitschaft fehlte wieder einmal die Effektivität. Note 4

Hugo Almeida: Man nehme Pech, gebe noch ein wenig Unvermögen und Einfallslosigkeit hinzu – und schon hat man einen Hugo-Cocktail, von dem man ganz bitter aufstoßen muss. Note 5

Jurica Vranjes (ab 40.): Kam kurz vor der Pause für den verletzten Jensen, konnte dem Mittelfeld aber keine Impulse geben. Note 4

Clemens Fritz (ab 46.): Ersetze den angeschlagenen Owomoyela – allerdings mehr schlecht als recht.

Note 4

Boubacar Sanogo (ab 67.): Der Stürmer sollte die Bremer Offensive verstärken, hatte aber nicht eine nennenswerte Szene.

Spielfazit Werder – Wolfsburg 0:1

Montag, März 17th, 2008

Was als Befreiungsschlag gedacht war, endete wieder einmal als Hieb in den Nacken – und der tat richtig weh.

Statt den Rückstand auf den FC Bayern München mit einem Erfolg über den VfL Wolfsburg zu verkürzen, kassierte Werder Bremen gestern Abend gegen Wolfsburg eine 0:1 (0:0)-Heimschlappe und stürzte nach dem 4:1-Erfolg von Bayer Leverkusen gegen Nürnberg sogar vom zweiten auf den vierten Tabellenplatz der Fußball-Bundesliga ab.

Damit rutscht Werder nicht nur aus den Champions-League-Rängen, sondern noch tiefer in die Krise.

Das Tor des Abends erzielte vor 39831 Zuschauern Stürmer Grafite in der 50. Minute, als Werder bei einer eigenen Ecke die Absicherung vernachlässigten und von Marcelinho und Graftite klassisch ausgekontert wurden. Dass der Pass auf den Wolfsburger Kapitän abseitsverdächtig war, wollten die Werder-Profis erst gar nicht als Ausrede anführen.

Sie wussten: Wir haben da mal wieder richtig gepennt.

Schon bei der 3:6-Peinlichkeit in Stuttgart hatten sich die Bremer ähnliche Tore eingefangen. “So etwas darf einfach nicht passieren. Da haben wir geschlafen”, meinte Kapitän Frank Baumann.

“Es scheint, als hätten wir aus Stuttgart nichts gelernt”, grantelte Bremens Trainer Thomas Schaaf, dem die Enttäuschung über die Pleite deutlich ins Gesicht geschrieben stand.

Freilich, Werder steckten die Belastungen der vergangenen Wochen in den Knochen. Zudem spielten die Bremer ohne die gesperrten Diego und Per Mertesacker, Tim Borowski musste kurzfristig wegen muskulärer Probleme passen und Daniel Jensen sowie Patrick Owomoyela fielen während der Partie verletzt aus. “Das sind immer neue Rückschläge”, meinte Schaaf, “doch wir heulen jetzt nicht rum.

Wir hatten eine Mannschaft auf dem Platz, die durchaus die Möglichkeit gehabt hätte, das Spiel zu gewinnen. Doch wir machen die Bude einfach nicht.” Ein Manko, das sich schon seit Wochen wie ein roter Faden durch das Bremer Spiel zieht.

Die größten Chancen, sich zumindest in ein Unentschieden zu retten, vergaben der starke Aaron Hunt (60.) und Mittelfeldspieler Mesut Özil (78.) jeweils freistehend aus kurzer Entfernung. Zudem hatten auch Markus Rosenberg und Hugo Almeida gute Einschussmöglichkeiten. “Zwischen Aufwand und Ergebnis klafft eine Riesenlücke. Das passt einfach nicht zusammen”, ärgerte sich Schaaf. Und dann kam auch noch Pech hinzu: Wer weiß, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte Schiedsrichter Lutz Wagner (Kriftel) das Tor von Daniel Jensen in der 23. Minute gegeben. Der Referee hatte auf Abseits entschieden, obwohl die Fernsehbilder eindeutig belegten: Passgeber Aaron Hunt stand nicht im Abseits. “Da kommt dann alles zusammen”, stöhnte Werder-Sportchef Klaus Allofs.

Für den 51-Jährigen ist der hohe Kraftverlust in den vergangenen Wochen das Hauptübel für die Werder-Krise. “Wenn ich keine Kraft habe, bin ich nicht mehr so gedankenschnell, dann fehlen mir auch Spritzigkeit und Konzentration”, meinte Allofs.

Auch Wolfsburgs Trainer Felix Magath hatte eine zum Schluss müde Bremer Mannschaft gesehen. “Für uns war es der richtige Zeitpunkt hier zu spielen, weil Werder eine hohe Belastung sowie viele verletzte und gesperrte Spieler hatte. Das hat uns in die Karten gespielt”, sagte der ehemalige Werder-Coach: “Schlussendlich haben wir die Drangperiode der Bremer ruhig überstanden und verdient gewonnen.”

Eine treffende Analyse. Denn hätte Werder-Keeper Tim Wiese in der Schlussphase nicht noch viermal glänzend reagiert, die Bremer Pleite wäre deutlicher ausgefallen.

Mertesacker – 2 Spiele Sperre

Montag, März 10th, 2008

Per Mertesacker ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wegen unsportlichen Verhaltens für zwei Ligaspiele gesperrt worden.

Mertesacker war am Samstag im Spiel beim VfB Stuttgart in der 89. Minute von Schiedsrichter Fandel wegen einer Notbremse an Gomez des Feldes verwiesen worden.

Fünf Minuten zuvor war Mertesacker ein Eigentor zum 3:5 unterlaufen. Die Vereinsführung hat dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Damit fehlt Mertesacker für die Spiele zu Hause gegen Wolfsburg und auswärts gegen Bielefeld.

Kein Stadionausbau im Weserstadion – “nur ein Umbau”

Montag, März 10th, 2008

Das rechtliche Getöse um den Ausbau des Weserstadions ist gerade erst verklungen, da heißt es: Alles wieder auf Start. Denn es kommt ganz anders als geplant. Aus finanziellen Gründen hat Werder Bremen jetzt das schon baurechtlich abgesicherte Modell des Ausbaus auf 50000 Plätze mit einem dritten Zuschauerrang gekippt. Stattdessen soll die im Vergleich mit anderen Bundesliga-Spielstätten etwas altertümliche Wettkampfstätte nun in eine reine Fußball-Arena umgewandelt werden. Dann mit 19 neuen, lukrativen Logen, aber weiterhin mit nur 42000 Plätzen.Grund: Die neueste Kosten-Kalkulation hat eine Summe ausgespuckt, die jenseits der vom Werder-Aufsichtsrat festgelegten 60-Millionen-Euro-Grenze gelegen habe. Genauer: Um acht Millionen darüber. Steigende Stahl-Preise seien die Ursache für die Differenz in der ehemaligen und aktuellen Rechnung.

Acht Millionen Mehrkosten – da zieht Werder die Reißleine. Während Manfred Müller, der für das Stadionprojekt maßgebliche Geschäftsführer, gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen war, erklärte Sportdirektor Klaus Allofs in Vertretung: “Wir müssen realistisch sein. Wir bekommen keine öffentlichen Gelder, keine Zuschüsse und müssen alles mit eigenen Mitteln bestreiten. Der Punkt war erreicht, dass wir gesagt haben, das Ganze wird zu teuer.” Ein Verkauf der Namensrechte am Stadion hätte zwar helfen können, die zusätzlichen Kosten abzudecken. “Den Gesamtpreis verändert das aber nicht”, argumentiert Allofs. Zu teuer bleibe eben zu teuer – auch dann, wenn das Geld vorhanden oder beschaffbar sein sollte.

Die genehmigten 60Millionen Euro (und mehr nicht) werden nun investiert, um das Weserstadion enger, atmosphärischer, moderner zu machen. Die Kurven rücken näher ans Spielfeld, das ganze Bauwerk bekommt ein zeitgemäßes Outfit.

Damit würde Allofs zwar sein Wunschstadion bekommen (“Ich war schon immer für diese Lösung”), aber wundern muss man sich schon, welchen Schlingerkurs Werder Bremen in den vergangenen Monaten gefahren ist. Zunächst wurde die ganz große Lösung mit drittem Zuschauerrang plus der Verwandlung in einen Fußball-Tempel angekündigt. Dann war das (die Stahlpreise lassen grüßen) zu teuer, und das Modell wurde abgespeckt. Nur noch der dritte Rang und das Dach sollten kommen. Die Tribünen später. Nun geht’s genau anders herum: Erst die Tribünen und in ferner Zukunft der Rest. Da drängt sich der Verdacht auf, dass bei den Vorplanungen gewaltige Fehler gemacht wurden. Doch Allofs entgegnet: “Wir müssen doch das Recht haben, verschiedene Modelle zu durchdenken. Außerdem müssen wir bei allem, was wir machen, darauf achten, dass der Verein keinen Schaden nimmt.” Keinen finanziellen zumindest.(Quelle: Syker Kreizzeitung)

 Für die Fans ist das alles ein Disaster, erst heißt Ausbau dann “nur” Umbau, irgendwie stehen uns Fans schwere Zeiten bevor, sportlich und eben auch Stadion technisch, aber was soll man nach der Woche auch anderes erwarten.

Endstand Stuttgart – Bremen 6:3

Samstag, März 8th, 2008

62 % Ballbesitz, auswärts 3 Tore geschossen und das Spiel völlig dominiert – das hört sich doch toll an.

Aber es gibt auch eine andere Lesart : Trotz drückender Überlegenheit sechs Gegentreffer kassiert, Per Mertesacker mit Rot verloren und 7 Punkte Rückstand auf die Bayern.

So verrückt wie diese beiden Ansichten sind, so verdammt schmerzhaft war die Demontage der Bremer durch die Stuttgarter.

Für Werder kann es nach dieser von individuellen Fehlern geprägten Woche mit ingesamt 8 (acht) Gegentreffern aus 2 Spielen, Kopf hoch und auf sich auf seine Stärken konzentrieren.

Diese Woche gehört zu den Wochen wo man einfach unter Umständen alles verspielt hat, wofür man eine Saison gekämpft hat, denn die Aussichten im UEFA Cup weiter zu kommen sind nach diesem Spiel höchstens mässig, denn es wird so langsam ein Kopfproblem bei Werder, aber was noch schwerwiegender ist, ist die Tatsache einen 7 Pkt.-Vorsprung der Bayern aufzuholen fast unmöglich ist und ich bin wahrlich kein Pessimist.